Zeitgenössische Darstellung des Unglücks (Original im Stadtmuseum in Miltenberg)

Das Korps der freiwilligen Sachsen kam im April auf dem Marsch nach Frankreich auch in Miltenberg an. Da ein Teil der Soldaten in Großheubach einquartiert werden sollten, musste mit einer Fähre der Main überquert werden.

Alles drängte sich zur Fähre, um nach dem kräftezehrenden Marsch endlich ins langersehnte Quartier zu kommen.

Ein Teil hatte bereits das andere Ufer betreten und auf Miltenberger Seite drängte sich alles in die nächste Fähre. Die eindringlichen Warnungen der Schiffer, das Schiff bei dem hohen Wasserstand des Mains nicht zu überladen, wurden nicht ernst genommen.

Ebenso hielt man es nicht für nötig so kurz vor dem Ziel die schweren Tornister abzulegen - jeder versuchte bei dieser Fahrt mit ans andere Ufer zu gelangen.

So stieß man vom Land ab und war schon ein Stück Weges im Fluss, als noch zwei weitere Soldaten mitwollten, die mit einem kleinen Nachen der größeren Fähre folgten. Einem dieser Soldaten glückte der Sprung von Planke zu Planke, der zweite aber fiel in den Main.

Um diesen zu retten, liefen nun alle Soldaten auf die eine Seite, um den ins Wasser gestürzten auf die Fähre zu ziehen. Die überladene Fähre kenterte jedoch und 62 der Soldaten ertranken in den Fluten des Main.


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