| Wir über uns | Historie | Partner | Bilder | Termine | Links | Startseite | Gästebuch |

Mit dem Sieg der Verbündeten bei Leipzig über das unter Napoleons Befehl stehende französische Heer wurde Deutschland bis zum Rhein befreit. Der Rheinbund zerbröckelte. Für das ehemals vollständig französisch besetzte Sachsen eröffnete sich jetzt die Möglichkeit, den Gedanken des bewaffneten Volkswiderstandes gegen Napoleon in die Tat umzusetzen. Obwohl Napoleon fast ausnahmslos deutschen Boden mit seinen Truppen verlassen hatte, galt es dennoch für die Verbündeten, rein militärisch, das französische Heer mit Konsequenz zu verfolgen und zu vernichten.
In der unmittelbaren Folgezeit nach der Völkerschlacht wurde Sachsen von den Verbündeten besetzt. Es wurde ab 22.Oktober 1813 russisches Generalgouvernement, dessen Sitz sich vorerst in Leipzig befand, da Dresden noch von Resten der französischen Armee besetzt war. Zum Generalgouverneur ernannte der russische Zar den Fürsten Repnin.
Alle Teile und Schichten der Bevölkerung wurden zur freiwilligen Teilnahme am gemeinsamen Volkskampf aufgerufen. Es sollte eine Landwehr und ein neues Heer aufgeboten werden und eine Freiwilligenschar, die den Namen Banner der freiwilligen Sachsen tragen sollte.
|
Auszug aus dem Buch: "Sachsen gegen Napoleon" (Ehren- Sergeant im "Banner der freiwilligen Sachsen- 1.Kompanie Chemnitz")
Der Autor in Banner- Uniform » |
|
Die Illustrationen stammen aus den begabten Händen von Jürgen Strauß,
welcher ebenfalls als Ehrenmitglied in den Musterungslisten unseres Regimentes geführt wird.
"Sachsen gegen Napoleon" wurde international angefordert, geliefert und in den Bestand aufgenommen von:
» University of Alberta/ Edmonton, University of Toronto (Kanada),
» National Library of Scotland,
»German Historical Institute London,
» Universitys of Chicago, Indiana, Oregon, North
Carolina, California, Berkeley, Standford
» u n d der berühmten Harvard University.
Unmittelbar nach der Völkerschlacht folgte ein erbittertes Tauziehen der verbündeten Monarchen um das Schicksal Sachsens (der sächsische König
befand sich zu dieser Zeit bereits in preußischer Gefangenschaft).
Ergebnis war die Teilung Sachsens, bei der Sachsen drei Fünftel seines
ehemaligen Gebietes an die Sieger abgeben mußte.
|
|
|
Sachsen- Ende 18.Jh. |
Sachsen nach 1813 |
Schon vor der Völkerschlacht bei Leipzig kämpften viele junge Sachsen als Freiwillige bei einigen Freikorps (z.B.Theodor Körner bei den Lützowern). Während der Schlacht, gingen einzelne Truppenteile zu den Verbündeten über - gegen den Willen des sächs. Königs.
Schon wenige Tage nach der Völkerschlacht und nach dem Aufruf des Fürsten Repnin-Wolkonski meldeten sich Freiwillige aller Schichten , um in das Banner der freiwilligen Sachsen aufgenommen zu werden. Vorraussetzung war, trotz allen zugesagten Vergünstigungen, daß sich ein jeder selbst bewaffnen, einkleiden und beritten machen musste. Da dies für den Einzelnen oft unmöglich war, wurde zu Sammlungen für die Ausrüstung des Banners aufgerufen. Trotz der schwierigen Versorgungslage auf Grund der vielen Kriegsjahre und Zerstörungen kam doch einiges an Spenden zusammen, so daß etliche Bannerangehörige zu einer Ausrüstung kamen.
![]() |
![]() |
![]() |
Einschreibedokument |
Banneruniformen |
Professor Krug |
Über das genaue Aussehen der neuen Uniformen wurde lange (zulange)gestritten. Als man sich endlich geeinigt hatte, wurden einige Musterblätter veröffentlich bzw. einige Musteruniformen ausgegeben, an die man sich so gut es ging zu halten hatte. Infolge dessen dürfte ein einheitliches Aussehen eines Großteils der Soldaten erst kurz vor der Ernennung zur Leibgarde des russischen Zaren und der späteren Auflösung des Banners erreicht worden sein.
![]() |
|
- 2 Bataillone leichte Infanterie ( je 1 Kompanie Scharfschützen und 4 Kompanien Schützen)
- 2 Schwadronen Husaren
- 3 Eskadronen Reitende Jäger
- 1 Artillerie- Batterie mit 8 Geschützen ( Sechspfünder)
- 1 Kompanie Sappeure (gleichzusetzen mit heutigen Pionieren)
- dazu - 2 Schwadronen Landwehrjäger
92 Offiziere, 2226 Mannschaften, 692 Pferde
Sammel- und Ausbildungspunkt des Banners in Sangerhausen
19. März 1814 - Parade vor Fürst Repnin
und durch diesen zur Leibgarde Zar Alexander von Russland ernannt
am 20. März Abmarsch aus Sangerhausen
30. März 1814 Ankunft in Gotha
8. April Ankunft in Würzburg - Teilung der Truppen
Kavallerie über Aschaffenburg nach Darmstadt
Jägerregimenter über Wertheim, Freudenberg, Miltenberg nach Darmstadt
|
|
|
Grabtafel
|
Gesamtansicht der
Grabanlage |
Denkschrift von
Graf v. Loeben |
|
|
|
Obelisk
von hinten |
Obelisk
von vorn |
Ankunft in Darmstadt am 19. April 1814
am 29. April 1814 kleinere Scharmützel zwischen Laubenheim und Wiesenau- in der Nähe von Mainz
Teilnahme an der Belagerung der Festung Mainz
am 4. Mai gab französische Besatzung der Festung auf und kapitulierte
bis 16. Juni Garnisionsdienst in Mainz
ab 16. Juni begann der Rückmarsch über: Miltenberg; Würzburg; Schweinfurt; Coburg; Saalfeld; Neustadt a. der Orla; Hohenstein bei Dresden (Ankunft am 11. Juli 1814)
am 17. Juli Ankunft in Wurzen; Große Parade vor Zar Alexander von Russland
am 24. Juli 1814 erfolgte der feierliche Einmarsch in Dresden und danach die Beurlaubung der Truppen
Am 18. Mai 1815 kam der Frieden und mit ihm die entgültige Teilung Sachsens.
Damit war das Ende des Banners besiegelt. Diejenigen Mannschaften, die weiterdienen wollten wurden auf die Landwehrregimenter bzw. die Linie verteilt.
Der Großteil der Männer nahm aber seinen Abschied und ging
seinem normalen schweren Leben nach.
![]() Abschieds- Dokument |
![]() C.A.v. Carlowitz |
![]() Abschied des Banners |
Damit endet die nur knapp zweijährige Geschichte eines Truppenteils, der als sächsische Eliteeinheit konzipiert war - aber aus vielerlei Gründen keine Gelegenheit bekam seine hohen Ideale im nationalen Befreiungskampf gegen die Herrschaft Napoleons unter Beweis zu stellen!
Nach oben - einfach auf den Jäger klicken!
|